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Notfallversorgung

Beratung
 
Leitfaden für den psychiatrischen  Notfall im

KREIS HERZOGTUM LAUENBURG

 
In psychischen Krisensituationen fühlen sich Angehörige und Betroffene häufig alleingelassen.
 
Unterstützung und fachliche Hilfe wird dringend benötigt, um Menschen in solch einer Situation angemessen behandeln, versorgen und begleiten zu können.
 
Uns ist es ein Anliegen, Sie über die derzeitigen Möglichkeiten in der psychiatrischen Notfallversorgung in unserem Kreis zu informieren.
 
Daher enthält dieses Faltblatt Anlaufstellen, Adressen, Telefonnummern sowie Verhaltensempfehlungen in Krisensituationen, die Betroffenen und Angehörigen in einem psychiatrischen Notfall weiterhelfen können.

 
Der psychiatrische Notfall

 
Grundsätzlich ist die Behandlung psychischer Erkrankungen eine Aufgabe der niedergelassenen Ärzte. Außerhalb der Sprechzeiten erreichen Sie den kassenärztlichen Bereitschaftsdienst Schleswig-Holstein landesweit unter der Telefonnummer:
 
116 117
 
oder wenden Sie sich an Ihre nächste Anlaufpraxis.


 
In medizinischen Notfallsituationen, die eine sofortige Behandlung erfordern, wählen Sie bitte: 112

 
Eine psychische Krisensituation liegt beispielsweise vor bei:
 
-      starken Angst- und Panikzuständen
 
-      starken Erregungs- und Verwirrtheitszuständen
 
-      akuten Wahnvorstellungen
 
-      tiefer Verzweiflung und Resignation verbunden mit Selbsttötungsabsichten
 
-      gewalttätiger Selbst- oder Fremdgefährdung

 
Es liegt eine Erst- oder Wiedererkrankung vor

 
  1. Versuchen Sie eine Behandlung bei einem nieder gelassenen Facharzt für Psychiatrie und Neurologie zu erreichen, oder

  2. ziehen Sie den Hausarzt hinzu, oder

  3. wenn eine notwendige ärztliche Behandlung, aus welchen Gründen auch immer, nicht eingeleitet werden kann, wenden Sie sich an den Sozialpsychiatrischen Dienst der Gesundheitsabteilung in Ratzeburg oder Geesthacht.


 
Wenn sich der/die Betroffene bereits in ambulanter ärztlicher Behandlung befindet
 
 
  1. Ziehen Sie vorrangig die behandelnden Ärzte hinzu.

  2. Fragen Sie auch nach der Erreichbarkeit des Arztes außerhalb der Sprechstundenzeiten, insbesondere auch in der Nacht und am Wochenende.

  3. Der behandelnde Arzt ist im Notfall immer verpflichtet, zu kommen.

  4. Ist er beispielsweise wegen seines Urlaubs nicht erreichbar, so fragen Sie ihn nach der Vertretung, die von ihm entsprechend informiert wird, um die Behandlung fortzuführen, um bei krisenhaften Zuspitzungen entsprechend handeln zu können.

 
Die akute Krise nachts oder am Wochenende
 
 
Tritt eine akute Krisensituation nachts oder am Wochenende auf, und können Sie den behandelnden Arzt nicht erreichen, dann wenden Sie sich über die Regionalleitstelle an den:
 
 
  1. sozialpsychiatrischen Krisendienst  Tel: 0 45 41 / 19 222

  2. Sollte keine sofortige medizinische Versorgung erforderlich sein, aber trotzdem dringender, nicht aufschiebbarer Hilfebedarf in der Krisensituation bestehen, so können Sie sich ebenfalls über die Regionalleitstelle an den Sozialpsychiatrischen Krisendienst wenden.

  3. Scheuen Sie sich nicht, im Falle einer akuten bedrohlichen Situation die Polizei über Notruf 110 anzurufen, diese wird dann von sich aus einen Arzt oder den Sozialpsychiatrischen Krisendienst verständigen und Sie unterstützen.

  4. Weitere Unterstützung finden Sie im Johanniterkrankenhaus Geesthacht, 21502 Geesthacht - Telefon: 0 41 52 / 17 90. Fragen Sie nach dem diensthabenden Arzt in der Psychiatrischen Abteilung.
 
 
 
 
Verhaltsempfehlungen für die Krisensituation

 
Im Umgang mit Menschen in psychiatrischen Krisensituationen können wir Ihnen allgemein zu folgendem Verhalten raten:


 
  • Versuchen Sie, den Betroffenen in seiner Angst/Verwirrtheit/Verzweifelung zu akzeptieren

  • bewahren Sie selbst Ruhe und Klarheit

  • reagieren Sie nicht mit Vorwürfen

  • versuchen Sie nicht, Wahnideen auszureden

  • haben Sie den Mut, sich Hilfe/Unterstützung  zu holen, auch wenn der Betroffene die Notwendigkeit zur Zeit nicht erkennt und alle Hilfen ablehnt.


Wichtige Adressen und Telefonnummern für den Notfall
 
 
 
1.  Fachärzte für Psychiatrie (u. Neurologie)  

 
    Herr Dr. med. Herbert Roth
    Bergedorfer Straße 31-33, 21502 Geesthacht
    Telefon 0 41 52 / 34 51
 
 
   Herr Ralph Urban
    Hamburger Straße 5, 21493 Schwarzenbek
    Telefon 0 41 51 / 28 55
 
 
   Frau Angelika-Maria Piosinski
    Wasserkrüger Weg 127 a, 23879 Mölln
    Telefon 0 45 42 / 8 67 52
 
 Frau Dr. med. Elke Rahn/ Herr Bertin Breuer
Schweriner Straße 53, 23909 Ratzeburg
Telefon 0 45 41 / 20 77
 
    
Frau Dr. med. Miriam Fiedler-Fischer
    St. Hubertus 28 a, 23627 Groß Grönau
    Telefon  0 45 09 / 79 99 77

 
2.  Ärztlicher Notdienst (Tel. 116 117)
 
3.  Regionalleitstelle (Tel. 0 45 41/ 19222)
 
    Sozialpsychiatrischer Krisendienst

 
4.  Johanniter-Krankenhaus Geesthacht
 
    Psychiatrische Abteilung, Station 11
 
    Am Runden Berge -21502 Geesthacht
 
    Telefon 0 41 52 / 1 79 - 930

 
    Kriseninterventionsteam (KIZ) der Psychiatrischen Abteilung
    Telefon: 0 41 52 / 1 79 – 920

 
    Lauenburg:04153/59 92 397

 
    Tagesklinik Schwarzenbek
 
    Telefon 0 41 51 / 89 45 46

 
    Tagesklinik Mölln
 
    Telefon 0 45 42 /  8 08 59 65

 
5.  Polizeiruf 110/ Feuerwehr 112



Soziale Notlagen bei psychischen Erkrankungen
Psychische Erkrankungen bringen es häufig mit sich, dass bei dem Betroffenen auch soziale Notlagen entstehen. Als soziale Notlage sind beispielsweise aufzufassen:

  • drohender Verlust der Wohnung
  • drohender Verlust des Arbeitsplatzes
  • der Krankenversicherungsschutz ist in Frage gestellt
  • finanzielle Not bis hin zur Zahlungsunfähigkeit

Beratung und Krisenintervention:
In allen Fällen, in denen in Zusammenhang mit einer
psychischen Erkrankung eine soziale Notlage droht oder besteht, können Sie das Beratungsangebot des Sozialpsychiatrischen Dienstes des Kreises Herzogtum Lauenburg in Anspruch nehmen:

Sozialpsychiatrischer Dienst
Fachdienst Eingliederungs- und Gesundheitshilfe

  • in Ratzeburg, Barlachstraße 4,

    Telefon 0 4541/ 88 83 31

  • in Geesthacht, Otto-Brügmann-Straße 8

    Telefon 0 41 52 / 80 98 18
Sollten Sie Probleme bei der Hinzuziehung von Hilfen in einem psychiatrischen Notfall haben, informieren Sie uns bitte. Wir benötigen Ihre Rückmeldung, um Lücken im Versorgungssystem aufzuzeigen und uns für die Verbesserung einsetzen zu können.
 
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